Der Gesundheit Beine machen
Jeder dritte Deutsche sitzt sich krank! Die Tendenz hierzu ist steigend! Das ist die Folge der in Deutschland regierenden Couch-Potatoe-Gesellschafft. Jeder zweite Berufstätige sitzt den ganzen Tag am Computer und die liebste Freizeitgestaltung ist bei den meisten Bundesbürgern ist das sitzen bzw. liegen auf dem eigenen Sofa.

 

Weichen werden in der Kindheit gestellt.
Kinder sitzen heute durchschnittlich zweieinhalb Stunden am Tag vor Fernseher oder Computer und bewegen sich nur noch halb so viel wie Gleichaltrige vor einigen Jahren. Das bleibt nicht folgenlos. Fünf von sechs Erwachsenen, die in ihrer Kindheit keinen Sport getrieben haben, bewegen sich heute nur selten oder gar nicht. Dagegen haben zwei Drittel derjenigen, die als Kinder viel auf dem Sportplatz waren, auch heute noch Spaß an Bewegung. Die Hälfte von ihnen kann sich sogar "ein Leben ohne Sport nicht vorstellen".

 

Zu wenig Bewegung mit gravierenden Folgen
Jeder Zweite, der in jungen Jahren inaktiv war, leidet heute unter Rückenschmerzen. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken oder Herz-Kreislaufprobleme zu bekommen, ist bei ihnen doppelt so groß wie bei Menschen mit aktiver Kindheit. Auch psychisch geht es kleinen Sportmuffeln als Erwachsene schlechter: Sie fühlen sich häufiger müde und schlapp, schlafen schlechter und leiden öfter unter Stimmungsschwankungen.

 

Nahezu jeder fünfte Grundschüler ist übergewichtig.
Aufgrund von Bewegungsmangel klagt heute schon jedes dritte Kind gelegentlich über Rückenschmerzen, fast jedes Zweite hat Haltungsschäden und nahezu jeder fünfte Grundschüler ist übergewichtig.

 

Den Schweinehund besiegen
Fast jeder ist davon überzeugt, dass Bewegung nicht nur vor vielen Krankheiten schützt, sondern auch glücklich macht, das Selbstbewusstsein stärkt und geistig fit hält. Doch nur jeder vierte Mann und jede sechste Frau in Deutschland treiben regelmäßig Sport. Fast jeder zweite Befragte gab an, überhaupt keinen Sport zu treiben oder nur in Ausnahmefällen sportlich aktiv zu sein. Jeder zweite Sportmuffel hat deshalb ein schlechtes Gewissen.

 

So schaffen Sie den Einstieg zum Sport und bleiben dabei:

  • genau überlegen, was man erreichen möchte, was Spaß macht und welche Sportart dazu passt
  • realistische Ziele setzen
  • klein anfangen: Zweimal in der Woche eine halbe Stunde zu joggen oder eine Station früher aus dem Bus zu steigen und den Rest zu Fuß zu gehen, ist ein guter Anfang.
  • überlegen, worauf man in seinem Tagesablauf verzichten kann, um Zeit für Sport freizuschaufeln
  • Etappenziele setzen, die man feiern kann

Wichtig ist, die schwierige Startphase durchzustehen, in der man sich an die neuen Spielregeln gewöhnt. Im Idealfall wird schon nach wenigen Wochen aus der Pflichtübung ein Bedürfnis, das der Körper sogar einfordert.

 

Das bringt`s
Sich jeden Tag eine halbe Stunde zu bewegen, minimiert das Risiko vieler Erkrankungen deutlich: Während zum Beispiel jeder zweite Antisportler laut einer Studie der Techniker Krankenkasse unter Rückenschmerzen leidet, sind nur halb so viele Aktive betroffen. Regelmäßige Bewegung stärkt die Rücken- und Bauchmuskulatur, was die Wirbelsäule entlastet, und bewirkt, dass die empfindlichen Bandscheiben besser mit Nährstoffen versorgt werden. Auch die Knochendichte ist bei Sportlern deutlich höher. Das senkt das Risiko von Osteoporose und Brüchen im Alter deutlich.

Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck sind für Sportmuffel ebenfalls eine Gefahr: Während nicht einmal jeder zehnte Aktive unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leidet, ist davon jede vierte Couch-Potatoe betroffen. Und unter Übergewicht oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes leiden fast dreimal so viele Inaktive wie Sportler.

Es ist nie zu spät
Sport hält jung: Je weniger der Körper gefordert wird, um so schneller baut er ab. Wer von klein auf bis ins hohe Alter trainiert, kann lange das Leistungsniveau eines 30-Jährigen aufrechterhalten. Wer in späteren Jahren mit einem Ausdauersport beginnt, kann noch immer die Fitness von etwa 20 Jahre jüngeren Untrainierten erreichen. Regelmäßige Bewegung beugt zudem nicht nur zahlreichen Krankheiten vor, sondern kann auch die Auswirkungen bestehender Leiden deutlich lindern. "Best Ager", die Sport treiben, wirken nicht nur Rückenbeschwerden entgegen - auch Lunge, Herz und Kreislauf bringen sie in Schwung. Wer sich im Alter gelenkig hält und seine Bewegungsabläufe gut koordinieren kann, riskiert zudem weniger Stürze und Verletzungen. Und nicht zuletzt steigert Bewegung auch die geistige Leistungsfähigkeit.

 

Bewegung wie andere Arzneimittel einnehmen
Auch für chronisch Kranke ist es nie zu spät, mehr Bewegung in ihren Alltag zu bringen - und es lohnt sich. Denn aktiv zu sein, beugt nicht nur vielen Krankheiten vor, sondern hilft auch, sie zu heilen: Wir sollten Bewegung als eine Art Medizin begreifen, die wir regelmäßig einnehmen, wie andere Arzneimittel auch, sagt Professor Dr. Martin Halle, ärztlicher Direktor der Poliklinik für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin an der Technischen Universität München. Bei der Wahl der richtigen Sportart hilft der Onlinetest "Welcher Sporttyp bin ich?" und eine Übersicht über die Vor- und Nachteile verschiedener Sportarten von A wie Aerobic bis Y wie Yoga.

 

Sich regen bringt Segen
"Sich regen bringt Segen", "wer rastet, der rostet" - diese alten Weisheiten spiegeln das uralte Bedürfnis des Menschen nach Bewegung wieder. Und sie sind aktueller denn je, denn die meisten von uns verbringen den größten Teil des Tages im Sitzen. Wir benutzen die modernen Fortbewegungsmittel, den Fahrstuhl, die Rolltreppe, fallen vom Autositz in den Schreibtischstuhl oder auf das Sofa - und das Bewegungskonto gerät weiter in den roten Bereich. Viele Zivilisationskrankheiten sind auch auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht oder chronische Rückenbeschwerden. Die meisten Menschen wissen, dass sie sich zu wenig bewegen. Doch scheinen sich regelmäßige sportliche Aktivitäten nur schwer in den Alltag integrieren zu lassen. Finden Sie mit uns heraus, welche Sportart zu Ihnen passt, wie Sie Bewegung zu einem regelmäßigen Bestandteil in Ihrem Leben machen können und was Sie bei gesundheitlichen Einschränkungen beachten sollten! Und: Tun Sie Ihrem Rücken Gutes. Schon kleine Veränderungen in den Sitz-, Steh-, Liege- und Tragegewohnheiten können dazu beitragen, Rückenschmerzen durch haltungsbedingte Belastungen zu vermeiden.

Quelle:TK-Online