
Aminosäuren - Bausteine des Lebens
Wenn es darum geht, vorbeugende Maßnahmen für die Gesundheit zu setzen oder Beschwerden und Erkrankungen auf natürliche Weise zu behandeln, dann spielen in der Medizin Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Bioaktiv-Stoffe, Enzyme und Co-Enzyme eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Inzwischen taucht ein neuer Begriff auf: Aminosäuren. Sie sind lebenswichtige Eiweißbausteine. Sie sind mitverantwortlich, dass wir genügend Energie für Sport und Fitness haben, dass wir mit guter Laune durchs Leben gehen und dass wir uns gegen gefährliche Schadstoffe wehren können.
Was sind Aminosäuren?
Das gesamte Eiweiß in unserem Körper setzt sich aus einzelnen Bausteinen, den sogenannten Aminosäuren zusammen. Wenn mehrere Aminosäuren zusammengeknüpft sind, dann entstehen Proteine.
Im menschlichen Körper sind 25 Aminosäuren. Acht dieser Aminosäuren kann unser Organismus nicht selbst herstellen. Wir müssen sie also - wie die Vitamine und Mineralstoffe - mit der täglichen Nahrung zu uns nehmen. Fehlen dem Körper diese Aminosäuren kann das zu Krankheiten führen. Dauernder Stress, falsche Ernährung, eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse und Leberprobleme können die Folge sein. Mit einem Mangel an Aminosäuren können Körperzellen schneller altern. Im Gegenzug blühen mit einem Zustrom an Aminosäuren die Zellen regelrecht auf. Mediziner haben in den letzten Jahren erst die wahre Bedeutung der Aminosäuren für unseren Körper erkannt.
Versorgung mit Aminosäuren
Wenn wir mit der Nahrung Eiweiß zu uns nehmen, dann wird es nicht so einfach in den Körper aufgenommen. Das Eiweiß wird zuerst in einzelne Aminosäuren zerlegt, diese werden aufgenommen und dann wieder zu einem neuen körpereigenen Eiweiß zusammengesetzt. Der Stoffwechsel funktioniert nur dann, wenn alle 25 Aminosäuren zur Verfügung stehen. Nur dann fühlen wir uns auch richtig wohl.
Pflanzliches und tierisches Eiweiß
Pflanzliches Eiweiß, vor allem Sojaeiweiß, ist für den Körper leichter zu zerlegen. Deshalb sind Obst, Salat, Rohkost, Gemüse und Hülsenfrüchte so wunderbare Eiweiß-Lieferanten. Deshalb können ja Pflanzenfresser - wie Kühe- leben. Tierisches Eiweiß ist für den Körper viel schwieriger zu verarbeiten. Das Fleisch-Eiweiß hat wieder den Vorteil, dass es alle 25 Aminosäuren auf einmal anliefert, während der Vegetarier sich die Aminosäuren aus verschiedenen Quellen besorgen muss.
Verbrauch von Aminosäuren
Wer mittags 180 Gramm Rindfleisch, eine Portion Spinat, Reis und einen kleinen Salat isst, der hat eine ideale Mischung an Aminosäuren getankt. Die sind aber alle aufgebraucht, wenn man:
- sich acht Minuten ärgern muss oder Stress hat
- 90 Minuten Hausarbeit verrichtet
- 24 Minuten joggt
- 90 Minuten Bürohektik überstehen muss
Auch im Schlaf werden wertvolle Aminosäuren verbraucht.
Aminosäuren und die Zubereitung von Speisen
- Aminosäuren mögen keine Hitze. Also nichts zu Tode kochen
- Grillen zerstört Aminosäuren, außer man bereitet Fisch und Fleisch in Alufolie.
- Ideale Aminosäuren-Lieferanten zum Frühstück sind: Äpfel, Avocado, Banane, Birne,
Kiwi, Papaya, Trauben. - Mittags tankt man Aminosäuren mit Fisch, magerem Fleisch oder Tofu.
Aminosäuren in der Medizin
Man kann mit speziellen Gaben von Aminosäuren die Verdauung verbessern, Herz und Kreislauf stärken, die Arbeit der Nieren aktivieren, Gehirn und Nervensystem kräftigen, Wechseljahrprobleme verbessern, Rheuma positiv beeinflussen, das Altern bremsen und die Leber entgiften.
- Das Immunsystem kann man stärken
- Zur Vorbeugung und Behandlung von
- Wenn ein Patient auffallend wenig Aminosäuren im Blut hat, wird der Arzt oft eine Basisversorgung mit einem Grundstock an essentiellen Aminosäuren empfehlen. Das ist oft bei Sportlern, Kindern und Jugendlichen, Stressgeplagten, bei Senioren und Frauen der Fall.
- Aminosäuren als Nahrungsergänzungsmittel werden in der Therapie meist in Pulverform angeboten, da sie so am besten resorbiert werden können

